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Angeln auf Hecht

Der Hecht ist eine der am weitesten verbreitete Fischarten Irlands und das Angeln auf Hecht ist so alt wie das Angeln in Irland selbst.

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Wenn der Hecht der König des Süßwassers ist, dann ist Irland sein Königreich.

In den vielen großen und kleinen Seen und Flüssen Irlands bestehen beste Lebensbedingungen für Esox lucius und daher sind Tophabitate mit einem guten allgemeinen Fischbestand keine Seltenheit.

Eine Schonzeit gibt es in Irland nicht und die Hechte dürfen das ganze Jahr über befischt werden. Man sollte sich angeltechnisch den Jahreszeiten und Gewässertypen anpassen, im Frühjahr eher flach und ufernah fischen und dann später die tieferen Bereiche aufsuchen.

Die Vielfalt an Gewässern und Strukturen ermöglicht die erfolgreiche Anwendung vieler Angeltechniken, wie das Streamerfischen mit der Fliegenrute, das angeln mit Jerkbaits, Blinkern, Spinnern und Gummiködern und auch die Schleppfischerei mit Wobblern. Bis auf den lebenden Köderfisch sind alle Fangmethoden erlaubt.

In den Angelgeschäften vor Ort erhält man nützliche Informationen zu den Gewässern und Leihbooten, aber auch eine Vielzahl der gebräuchlichen Kunst- und Naturköder. Tote Köderfische sind dort leicht zu beschaffen und sehr effektiv. 

Als Hechtangler kann man in Irland sehr erfolgreich sein, aber damit es auch weiterhin so bleibt, sind gewisse Regeln und deren Einhaltung notwendig Nur  der sachgemäße Umgang mit den gefangenen Fischen sichert die Zukunft der irischen Hechtangelei und den Hecht als deren Grundlage.

Die neuen „bye laws“ sind seit 2006 wirksam und beinhalten folgende, wichtige Punkte:

- es dürfen nicht mehr als vier Weißfische (Brassen, Rotaugen, Rotfedern, Hybriden, Schleien, Barsche usw.) bis höchstens 25cm Länge pro Tag entnommen werden und auch Hechtangler dürfen höchstens zwölf Süßwasserköderfische mit sich führen.

- Für mehr als 12 Süßwasserköderfische muss bei einer der häufigen Kontrollen ein entsprechender Kaufbeleg aus einem Angelladen vorgelegt werden.

- Was das Hechtlimit angeht, dürfen keine Hechte über fünfzig cm Länge mehr entnommen werden. Bei kleineren Exemplaren wäre im Prinzip ein Fisch pro Tag und davon 750 Gramm Hechtfleisch gestattet, aber kaum ein vernünftiger Angler wird sich an „minderjährigen Minihechten“ vergreifen.

- Beim Ansitzangeln sollte eine Abhakmatte verwendet werden und generell geeignete Landehilfen. Lange Zangen und Lösegeräte sorgen für einen schonenden Umgang mit den gefangenen Fischen.

Mit dem Erlös aus den ebenfalls relativ neuen, kostenpflichtigen Fischereilizenzen für einige Gebiete werden Kontrolleure und begleitende Maßnahmen finanziert.

Hat man einen Hecht gefangen, sollte man sich an folgende Umgangsregeln halten:

  • Ein Hecht sollte zügig und nicht übermäßig lange gedrillt werden. So hat er beste Überlebenschancen.
  • Wenn gefahrlos möglich, ist die schonende Handlandung per Nacken- oder Kiemendeckelgriff zu bevorzugen. Große, geräumige Kescher sind auch akzeptabel, vom Gebrauch eines Gaffs ist abzusehen. Um den Kiemendeckelgriff erfolgreich zu praktizieren, führt man Zeige- und Mittelfinger zwischen Kiemendeckel und Kiemenbögen und gleitet dann vorsichtig in Richtung Maulspitze. Von außen kontert man den Griff mittels Daumendruck. Bei korrekter Anwendung öffnet der Hecht meistbereit willig sein Maul, so dass man zum Hakenlösen keine Rachensperre mehr benötigt.
  • Sofern nötig, ist der Hecht auf eine Abhakmatte, oder eine andere feuchte und weiche Unterlage zu legen, um dann mit den notwendigen, griffbereiten Werkzeugen (Arterienklemme, Spitzzange, Seitenschneider, Maßband) die Haken zu lösen und die Länge zu messen. Kritisch sitzende Hakenspitzen in Augen- oder Kiemenbereich, sollten dringend mit geeignetem Werkzeug (Seitenschneider o.ä.) abgekniffen werden.
  • Soll der Hecht vor dem Zurücksetzen fotografiert werden, ist auf eine schonende Präsentation zu achten. Entweder hält man den Hecht horizontal oder vertikal, mit einer Hand im unteren Bauchbereich sichernd. Der Kontakt des Fisches mit Jacke, Hose, oder sonstiger Bekleidung ist unbedingt zu vermeiden, um unnötigen Beschädigungen der schützenden Schleimschicht vorzubeugen.
  • Danach setzt man den Hecht vorsichtig mit beiden Händen ins Wasser und stützt ihn so lange, bis der Fisch wieder eine stabile Schwimmlage einnimmt und aus eigener Kraft davonschwimmt. Sollte der Hecht übermäßig strapaziert, oder erschöpft sein, bewegt man ihn langsam vor und zurück, um sauerstoffreiches Wasser durch die Kiemen zu spülen.
  • Je höher Wasser- und Lufttemperatur sind, desto kürzer sollte der gesamte Zurücksetzvorgang dauern. Besonders im Hochsommer sollte man zum Wohle des Hechtes auf zusätzliche Prozeduren z.B. Wiegen (nur mit Wiegesack) verzichten, da die Fische unter diesen Bedingungen besonders sensibel sind. 
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