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Kultur

Die irische Kultur hat sich über die Jahrtausende entwickelt. Gehen Sie auf Entdeckung und genießen Sie dabei jede Sekunde

Learning to play the bodhran
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Wußten Sie schon?

Die Iren lieben Traditionen. Und deshalb gibt es auch so viele im Land – angefangen   vom colcannon (einer Mischung aus Kohl und Kartoffelpüree), das zu Allerheiligen gegessen wird, bis zu grüner Kleidung, die man am St Patrick’s Day trägt. 

Sehr beliebt und international berühmt sind natürlich die traditionelle irische Musik und der irische Tanz. Traditionelle Musik hört man überall im Land – in den städtischen Pubs ebenso wie auf ländlichen Festen. Die bodhrán, eine Art Hand-Trommel, ist, neben der Geige und der Blechflöte, eines der bekanntesten Instrumente der irischen Musik. 
Beim irischen Tanz geht es stets um Wettbewerb, weswegen die regionalen und nationalen Meisterschaften sehr ernst genommen werden. Wenn Sie es selbst einmal versuchen wollen, gehen Sie zu einem céili. Da kann jeder mitmachen , und alle tanzen gemeinsam. 
Oscar Wilde, statue in Merrion Square, Dublin
Die Iren lachen gern. 

Witze erzählen und die da oben verspotten gehört zum irischen Alltag. Kein Wunder also, daß eine neue Generation irischer Komiker sich gerade internationalen Ruhm erwirbt. Wenn Sie Lust auf einen komischen Abend haben, achten Sie auf Namen wie Dylan Moran, Ed Byrne, Ardal O’Hanlon, Dara O’Briain, Tommy Tiernan und Kevin Gildea. 
Und wenn Sie ein reines Komiker-Festival erleben wollen, müssen Sie sich das Smithwicks Cat Laughs Comedy Festival in  Kilkenny ansehen oder das Bulmers Comedy Festival in  Dublin.

Die Iren sind Meister des witzigen Aussprüche, und jeder, vom Komiker bis zum Dramatiker, versteht sich darauf: 

  • "Wahre Freunde erdolchen dich von vorn." Oscar Wilde, Schriftsteller
  • "Mein Vater hatte großen Einfluß auf mich. Er war verrückt." Spike Milligan, Komiker
  • "Würde es Suppe regnen, die Iren gingen mit Gabeln hinaus." Brendan Behan, Schriftsteller
  • "Tu anderen nicht, was sie dir tun sollten; sie könnten einen anderen Geschmack haben." George Bernard Shaw, Dramatiker
  • "Als Ire habe ich einen ausgeprägten Sinn fürs Tragische. Er macht mir die gelegentlichen heiteren Phasen erträglich." W B Yeats, Dichter         
  • "Ich habe eine neue Gruppe gegründet, die “Alcoholics-Unanimous”, [die Einmütigen Alkoholiker]. Wenn man keine Lust zum Trinken hat, ruft man jemanden aus der Gruppe an, der kommt dann vorbei und stimmt einen um." Richard Harris, Schauspieler
Swan, Fermanagh Lakelands
Die irische Geschichte ist reich an Mythen und Legenden – da gibt es romantische Kriegergeschichten, alte Heiligenlegenden oder Feenmärchen.  Dabei bilden die keltischen Mythen das eigentliche Herz der irischen Kultur. Die berühmtesten irischen Märchen handeln von den Kindern aus Lir, die von ihrer Stiefmutter in Schwäne verwandelt wurden; vom großen Krieger Cú Chulainn; und von Finn McCool, einem der größten keltischen Helden, der als Junge Weisheit erlangte, indem er vom Lachs des Wissens aß, und als Erwachsener Riesen besiegte. 
Music session in a Dublin pub
Der Pub ist das Zentrum des kulturellen, geselligen und musikalischen Lebens in Irland.  Ein irisches Pub ist nicht einfach ein Ort, wo man etwas trinkt. Man kann dort über den Sinn des Lebens philosophieren, die Weltpolitik erörtern, einer Lyriklesung lauschen, zu einer Jazz-Session mit dem Fuß wippen, eine köstliche Schale Muscheln genießen oder sich vor einem knisternden Feuer einfach daran freuen, wie sich langsam der Schaum auf einem Guinness setzt. Nehmen Sie an der Theke Platz, wenn Sie sich gern mit den Einheimischen unterhalten, oder verziehen Sie sich in eins der kleinen Nebenzimmer, diesen gemütlichen alten Privaträumen, die ursprünglich nur Damen vorbehalten waren. 

Pint of Guinness, Dublin
Es kann nicht schaden, sich die irische Pub-Etikette  noch einmal zu Gemüte zu führen: Wenn man in Gesellschaft trinkt, geht das gewöhnlich nach dem Runden-System, das heißt, jeder kommt einmal an die Reihe und bestellt an der Theke eine “Runde” für alle. Ein Pint heißt manchmal auch "jar" oder "scoop", aber verlangen Sie immer ein Pint, NIE ein scoop. Die beiden Wörter kommen eher in Sätzen vor wie "Haben Sie Lust auf ein paar scoops?" oder "Möchten Sie noch ein jar?". Lassen Sie sich nicht von der Größe eines Pint abschrecken, Sie können immer auch ein „glass“ oder ein „half-pint“ verlangen. Ein Guinness läßt sich nicht so schnell zapfen wie ein Bier. Ihr Barkeeper trödelt also nicht herum, sondern macht seine Sache richtig. Und wenn das Pint vor Ihnen steht, geben Sie ihm noch ein paar Minuten. Durch das Warten schmeckt es um so besser.
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Wussten Sie schon?

Die Abteilung für Irische Volkskunde der Universität Dublin hat über 100 000 Märchen, Mythen und Legenden gespeichert und besitzt damit die größte Kollektion ihrer Art auf der Welt.